Über Germanen & Römer


Siedlungsgebiete der wichtigsten germanischen Stämme

# Die Ermionen (Friesen) lebten am Meer und huldigten der Erdgöttin Nerthus.

# Die Kaninefaten lebten an der Küste westlich der Zuidersee.

# Die Bataver an der Maas und der Rheinmündung.

# Die Matiaker lebten bei Wiesbaden bis zum Limes.

# Die Hermionen (Cherusker) brachten ihren einarmigen Kriegsgott Ziu (Tiu) Opfer dar, die auch Kriegsgefangene waren.

# Die Vangionen lebten in der Pfalz und in Rheinhessen.

# Die Treverer (Trier) nennen sich Germanen, sind aber keltischer Abstammung, dies geht aus ihrer Kultur, Sprache und ihrer Götterwelt hervor. Sie lebten in der Eifel und im Hundsrück, mit dem Oberrhein als Grenze .

# Die Eburonen lebten nördlich von den Treverern, bis weit in die Tiefebene nach Köln zwischen Maas und Rhein. Zwei Fürsten regierten diesen Stamm. Einer nahm sich, als der Untergang des Stammes feststand, das Leben. Der zweite galt als rücksichtslos und war an allen Aufständen beteiligt. Der Widersacher von , Julius Cäsar (100 - 44 v.u.Zr.), war der treverischer Indutiomarus, er wurde beim Durchwaten einer Furt erschlagen. Vingetorix, ein Anhänger, erhielt von Cäsar die Stellung eines regierenden Fürsten. Cäsar hatte seinen Sohn und einen Neffen aus der Gefangenschaft von einem anderen Stamm befreit. Dennoch brachte es der Stamm fertig, eine ganze römische Besatzungsmacht (Legion) in eine Falle zu locken, in der sie vernichtet wurden. Cäsar rächte sich und vernichtete den ganzen Stamm der Eburonen 53 v.u.Zr. Ihrem Anführer Ambriorix wurde er nicht habhaft.

# Die Mainsveben verlagerten ihr Gebiet bis ins hessische Bergland. Ihr Anführer war Ariovist (70 - 58 v.u.Zr.), der 58 v.u.Zr. von Julius Cäsar besiegt wurde.

# Die Taunussveben im östlichen Taunus lebten bis zum Limes.

# Die Ubier bewohnten 55 v.u.Zr. das Land zwischen Taunus und beiden Ufern der Lahn. Die Ubier wurden 53 v.u.Zr. von Cäsar im frei gewordenem Siedlungsgebiet der ehemaligen Eburonen angesiedelt (Köln).

# Die Usipeter und Tenkterer sind auf Druck der Sveben zum Niederrhein gezogen, bis in die Nähe der Lippemündung.

# Die Tungrer lebten in den Ardennen (Belgien am Ärmelkanal). Die germanische Schiffsgöttin war eine thronende Frau mit einem Hund (Tier der Unterwelt). Diese Göttin hieß Nehalennia. Die Muttergottheiten waren Numina oder auch Matronen / Iunones. Die Darstellung dreier Frauen mit Obstkörben nannte man Matronensteine. Gott Irmin war ab Ende 3 Jh. Wodan – Wotan – Wutan (Wut). Dieser Begriff entstand vermutlich zuerst am mittleren Rhein.



Manus bedeutet Mensch (Mann).
Er zeugte mit seiner Frau Ask (Baumstumpf) drei Söhne, die als Begründer der germanischen Stämme galten. Die Söhne waren Istwas (Istveonen), Ingwas (Ingveonen) und Ermnas (Ermionen). Die Sugambrer (Sugamber-Sigamber-Sigambrer- Cugerner-Cugernii etc.) glaubten vom Gott Istwas abzustammen und zählten sich zu den Istveonen. Sie beteten die Flussgöttin Tanfana an, sowie den Gott Ingwas. Das Gebiet der Sugambrer erstreckte sich auf der rechten Rheinseite, nördlich der Ubier, zwischen der Lippe bis zur Sieg. Dort begann dann das Gebiet der Usipeter welche bis ins Erftal und in die Kölner Bucht angesiedelt waren. Die Sugambrer wurden von den Römern wegen ihrer Wildheit oft zwangsumgesiedelt. Da die Sugambrer Reste der vor Cäsar geflohenen Tenkterer und Usipeter aufnahmen, wollte Cäsar die Sugambrer vernichten. Diese zogen sich in die Sümpfe zurück, wohin Cäsar sie nicht verfolgte. Die Sugambrer waren wegen ihrer Partisanenüberfälle bekannt und fühlten sich auch eingeladen, als Cäsar die Region der vernichteten Eburonen zur Plünderung freigab. Mitten in der Plünderung wendeten die Sugambrer sich gegen ein großes römisches Etappenlager westlich der Maas, die eine Vernichtung nur durch das plötzliche Eingreifen von Cäsars Legion verhindern konnten.

 

Die Römische Kaiserzeit

# Nero Claudius Drusus, geboren 38 v.u.Zr., als Sohn der Livia, der Frau des späteren Kaisers Augustus. Drusus stirbt mit 30 Jahren im Jahr 9 v.u.Z.r. durch einen Sturz vom Pferd an Wundbrand, innerhalb von 4 Wochen. Germanicus der Sohn des Drusus übernimmt den Posten als Feldherr in Germanien. Tiberius der Bruder von Drusus nimmt an Feldzüge gegen Arminius den Cheruskerfürsten teil.

# Wie der Römer Sueton berichtete, wurde nach der Ermordung des Julius Cäsars durch Erdolchen im Senat in Rom der erste römische Kaiser Oktavian ausgerufen, der sich später Augustus nannte. Er regierte mit dem Gründer von Opidum Ubiorum Colonia (Köln), Agrippa (38 v.u.Zr.) seinem Schwiegersohn zusammen. Agrippina hieß die Enkelin des Agrippa, die auch gleichzeitig die Frau des Kaiser Claudius (im Jahr 48) war.

# Köln als Kolonie wurde zur Colonia Agrippinensis umbenannt.

# 16 v.u.Zr. vernichteten die Sugambrer eine römische Reiterlegion des Feldherrn Lollilus bei Aachen. Kaiser Augustus verhandelte daraufhin selber mit den Sugambrern, die daraufhin die römischen Feldzeichen herausgaben. Horaz besang dieses in einem Lied und diese Szene ist auf dem Silberbecher von Boscoreale dargestellt.

# Im Jahre 8 v.u.Zr. siedelte Tiberius 40 000 Sugambrer auf der linken Rheinseite im Ubierland (Köln) an.

# Im Jahr 9 nahmen die Sugambrer vermutlich an der Varusschlacht teil, wobei die XVIII, die XVII, und die XIX Legion (ca. 20 000 Römische Legionäre) völlig vernichtet wurden. Dieser Aufstand wurde von Segimir, seinem Sohn, gegen Arminius geführt. Arminius hatte als Förderati in Rom als germanischer Adeliger das Kriegshandwerk erlernt. Sein 16 jähriger Bruder Vlavus kämpfte weiterhin auf der Seite Roms. Arminius Schwiegervater Segestes, lieferte seine Tochter Tusnelda, die mit Arminius nach einem Weiberraub liiert war, an die Römer aus, die ihm dann ihren Sohn Tumelikus gebar. Der Sohn des Segestes hieß Segimund und war der Bruder von Tusnelda, der im Jahr 9 Priester in Agrippa Colonia (Köln) wurde. Später ging er aus Unzufriedenheit zu seinem Stamm zurück. Arminius der Cherusker wurde mit 37 Jahren in Italien durch die eigene Verwandtschaft vergiftet oder erdolcht was bisher unbekannt ist.

# Die Cherusker verlangten von Kaiser Claudius, daß Arminius Bruder Vlavus, der Sohn Italikus, Cheruskerkönig wird. Kaiser Claudius willigte ein und somit kehrte Italikus im Jahr 47 als römischer Bürger und König der Cherusker nach Germanien zurück. Als die Cherusker ihn später absetzten, konnte er nur mit Hilfe der Langobarden wieder in sein Amt eingesetzt werden.

# Die germanischen Völkerschaften standen in mörderischen Kämpfen untereinander und versuchten neues Land zu besiedeln. Die Friesen versuchten vergeblich in das unbesiedelte Isselmeergebiet einzudringen, in dem vorher die Chamaven und Tubanten und Usipiten gelebt haben.

# Die Chauken hatten die Amsrivarier zwischen der unteren Weser und der Ems fast völlig vernichtet, die Reste des Stammes irrten nun heimatlos und suchend umher.

# Die Chatten (Hessen) im unteren Taunus und hessischen Bergland ging zum Teil in den Kämpfen mit den Hermunduren zugrunde.

# Im Jahr 69 / 70, nach dem Tod von Kaiser Nero, fand der Bataver Aufstand unter Julius Civilis und Classicus statt. Kaiser Vespasian eilte nach der Vernichtung seiner Truppen nach Germanien zurück und erstickte den Bataver Aufstand mit 8 Legionen, den Aufrührer Civilis erklärte er als rechtlos.

# Als mächtigste Völkerschaft bewohnten die Bruckterer unter ihrer verehrten Lachnerin (Chamanin) Veleda das Land östlich des Rheins an der Ruhr und Lippe. Veleda wurde von den Römern wegen des Bataver Aufstandes 69 bis 70 Jh. getötet. Ihre Nachfolgerin hieß Gana und wurde mit den Fürsten der Semonen nach Rom zum Kaiser Domitian eingeladen. Mit Waffengewalt führten die Römer einen von ihnen ausgesuchten Fürsten bei den Bruktern ein. Trotz ihrer ca. 60 000 waffenfähigen Männern, wurden die Bruckterer von ihren Nachbarstämmen, den Chamaven und den Angrivarier, ausgerottet. Südlich der Brukterern hatten es Reste der Tenkterer im altem Sugambrerlande gegenüber der Colonia Agrippinensium (Köln), wieder zu ansehnlichen Volksbestand gebracht.

 

Kurzfassung der
Fränkischen Merowinger Geschichte

# Das Kerngebiet der Merowinger war vermutlich das Mosel-, und Rheingebiet bis nach Westfalen. Dort wurden die Franken auch als erstes im Jahre 240 als Heerhaufen, die den Rhein überschritten, erwähnt. Es gibt aber auch Berichte, daß der Ursprung vermutlich bei den Chamaven und Friesen Stämmen gewesen sein soll.

# Fränkische Frühgeschichte im Jahr 257 / 8 - 358 als Heereshaufen bis nach Spanien.

# Fränkische Mittelgeschichte im Jahr 358 - 486 / 7 als Bündnisse.

# Fränkische Spätgeschichte ab dem Jahr 486.

# Frühmerowingisch = 450 / 80 bis 520 / 30. Im 4 Jh. bezeugten sie vom Stamm der Salier abzustammen, denn Salier bedeutet: Stamm / Herrschaft.

# Im Jahr 451 kämpfte Aetius Patrizus als Oberkommandierender der römischen Truppen gegen Attila (Etzel) auf den Katalaunischen Feldern, genauer gesagt, auf den Mauriacenischen Feldern zwischen Troyes und Chalons - Sur de Marne. Dem Herrmeister Aegidus 451/7 - 464 folgte Comes Paulus 464 - 469 und danach Aegidus, sein Sohn Syagrius.

# In Trier und Toul dem moselländischen Province Belgica, regierte der fränkische Adelige Comes Arbogast bis 485 / 6, als ehemaliger Förderati Roms. Die belgische Provinz Von der Somme, wurde von klein Königen, der Civitas beherrscht.

# Ragnachar in Cambrai - Childerich in Tournai - Chararich im unbekannten Besitz.

# Der erste fränkische Teilfürst vom Stamm der Salier, war Claudio- (Chlo(g)io) - 466/7 - 455, laut Gregor von Tours.

# Dessen Nachfolger war Merowechca, der Vater von Childerich. Nach Merowech benennen sich die fränkischen Merowinger.

# Dessen Nachfolger war Merowechca, der Vater von Childerich. Nach Merowech benennen sich die fränkischen Merowinger.

# Childerich I von ca. 457/8 starb 481/2 und wurde im Tournai bestattet.

# 482 trat sein Sohn Chlodwig I mit 16 Jahren seine Regierung an. 486/7 besiegt Chlodwig den letzten Dux / Rex Romanum Syagrius in Gallien, in der Nähe von Soissons.

# Der Ostgotenkönig Theoderich der Große, heiratet nach seinem Sieg über Odoaker (493) in zweiter Ehe mit Audofleda, Chlodwigs Schwester Lanteschilde.

# Chlodwigs erste Frau ist namentlich unbekannt. Mit ihr zeugte er Theuderich ca. 485 und heiratete 493 die Katholikin Chrodechilde, die Tochter des Burgundenkönigs Chilperich II. Die ersten beiden Söhne von Chlodwig I und seiner Frau Chrotechilde erkrankten nach ihrer Taufe. Ihr erste Sohn Ingomer (nach Gott Ingwas - Ingwionen) starb, so daß Chlodwig I die Taufe für sich selbst verweigerte.

# Chlodwig I schwört, daß er den heidnischen Glauben des Arianismus ablegt, und sich christlich taufen lässt, wenn er die Alamannen besiegt, was ihm auch 496 / 497 gelingt.

# 498, am Weihnachtstag, ließ Chlodwig I sich von Bischof Remigium, in Reims katholisch taufen, wo demzufolge nach einer Sage eine Flasche Öl von einer Taube fallen gelassen wurde, die von nun an zur Salbung aller fränkischen Könige benutzt werden sollte. Der Bischof, sprach zu König Chlodwig I die berühmten Worte:
Beuge dein Haupt, mutiger Sugambrer;
bete an, was du verbrannt hast,
und verbrenne, was du angebetet hast.

 

 

Und das sagt...
... Wikipedia über die Sugambrer (externer Link!)

 

Stammbaum

Der Stammbaum der einzelnen Könige und ihren Söhnen.
(Die Könige sind rot Makiert)


Childerich III 743 bis 751 wurde von dem Hausmaier Pippin / Karolinger ins Kloster verbannt.

Stammbaum
des Kelten und Germanenstamm der Sugambrer
von heute